Jesus verteidigt sich öffentlich gegen Anschuldigung der Gotteslästerung

Joh. 5, 19-30

Jesus unterstreicht seine Göttlichkeit

  • Was der Vater tut, das tut auch der Sohn (Vers 19)
  • Wie der Vater Tote auferweckt, so macht auch der Sohn lebendig, wen er will (Vers 21)
  • Der Vater richtet nicht, sondern hat es dem Sohn übergeben (Vers 22 und 27)
  • Der Sohn hat das Recht geehrt zu werden wie der Vater (Vers 23)
  • Der Vater hat das Leben in sich selbst, der Sohn hat das Leben in sich selbst (Vers 26)

Auswirkungen von Jesu Göttlichkeit und der Einheit mit seinem Vater

  • Wer  Jesu Botschaft hört und an den glaubt, der Jesus gesandt hat, der wird ewig leben. Ihn wird das Urteil Gottes nicht treffen, denn er hat die Grenze vom Tod zum Leben schon überschritten. (Vers 24) D.h.  Leben, hier in Unvollkommenheit auf der neuen Erde in Vollkommenheit
    • Freude und Dankbarkeit darüber prägt mein ganzes Leben
    • Ich muss nicht nachträglich beweisen, dass ich dazu würdig bin
    • Ich brauch / darf nicht daran zweifeln als Kind Gottes, dass ich das Leben habe und dem nicht mehr hinterherrennen muss
    • Es hängt an meinem Vertrauen, ob ich dieser Zusage Jesu glaube oder ob ich mich durch zusätzliche Leistungen meine absichern zu müssen.
  • Denn weil der Vater den Sohn liebt, zeigt er ihm alles, was er selbst tut. Und er wird ihn noch viel größere Wunder tun lassen, so dass ihr staunen 
  • Durch die Einigkeit Jesu mit seinem Vater wird kein eigenmächtiges Urteil  sondern ein gerechtes Urteil gesprochen werden. (Vers 30)

Weitere Gedanken zum Abschnitt: 

  • Die (geistlich) Toten können sich ändern zum Leben , wenn sie die Stimme des Sohnes Gottes hören, jetzt und zukünftig (Vers 25)
  • Die (körperlich) Toten werden in ihren Gräbern liegen und zukünftig die Stimme Gottes hören, am Tag des Gerichts. (Vers 28 und 29)

13. Konflikt im Haus der Barmherzigkeit

Joh. 5, 1-18

Was bewegte Jesus an einem Sabbat genau auf diesen Kranken zuzugehen?

  • Ich habe keinen Menschen –> einsam, isoliert im Haus der Barmherzigkeit
  • Er hat sich mit seinem “Schicksal” arrangiert (resigniert) –> Jesu Frage als Impuls “Willst du gesund werden?”

Was für ein Gottesbild wird vermittelt?

  • Gott sucht und findet
  • Gott heilt ganzheitlich
  • Gott zwingt sein Heil nicht auf
  • Gott provoziert
    • besonderer Sabbat
    • mein Vater
  • Mensch ist wichtiger als Sabbatgebot (Sabbat ist um des menschen willen gemacht, nicht der Mensch um des Sabbats willen)
  • Gott möchte, das er sein Heil weiterbehält “sündige hinfort nicht mehr…”

ABER

  • auf Positives gibt es immer auch negative Reaktionen
    • Verstoß gegen Sabbatgebot
    • Gotteslästerung
  • Pharisäer gehen über Leichen
  • Pharisäer verfolgten den Sohn Gottes

Was können wir von Jesu Verhalten in Konfliktsituationen lernen?

  • Steht zu seiner Position und verteidigt sie

12. An Jesus glauben aufgrund von Wunderheilung

Joh. 4, 43-54

Prophet im eigenen Land gilt nichts

  • dieses Mal nehmen sie in jedoch freundlich auf (vorher Wunder erlebt)
  • Bezug zu Hochzeit zur Kana (Wunder Wasser –> Wein)

Königlicher Beamter kommt zu Jesus

  • Antwort Jesu geht nicht auf die Frage ein – sprach zu ihm wenn ihr nicht…
  • Wiederholung der Bitte
  • Erst dann antwortet Jesus auf seine Bitte
  • Der Mann glaubte ihm…
  • Überprüfung des Zeitpunkts des Gesundwerdens
  • Seither glaubte dieser Mann mit allen, die in diesem Haus lebten an Jesus

Wunderglaube <<< wahrer Glaube  –> trotzdem erfüllt Jesus diese Bitte

 

Zusammenfassung, wie bisher Menschen Jesus als Christus erkannt haben.

  • kein Patentrezept, ganz unterschiedlicher Vorgehensweisen
    • Nikodemus (kommt zu Jesus)
    • Samariterin (Jesus spricht sie an)
    • königlicher Beamter (kommt zu Jesus)
    • Kranker am Teich Bethesda (Jesus geht auf ihn zu)

 

11. Was ist mit Ernte gemeint?

Joh. 4, 29-42

Was ist mit Ernte gemeint?

Jesus Christus als Retter erkennen

  • Feststellung, es wird von keiner Taufe in dem Zusammenhang berichtet
  • Frage, welche Bedeutung hat die Taufe im Johannesevangelium?
    • Matth. 28:  klare Aussage: Gehet hin … taufet sie … lehret sie halte alles was ich euch befohlen habe
    • Kämmerer aus dem Morgenland – klare Aussage zur Taufe
  • T0910aufe nur bei Gläubigen, die vorher ich an Jahwe geglaubt haben?
  • Provokative Fragestellung  zum Nachdenken- ist Gott vielleicht lange nicht so eng wie wir es gedacht haben Bsp. Matth. 5, 17-20 (Gesetzt verändert – der Kleinste im Himmel, Gerechtigkeit nicht besser als die der Pharisäer und Schriftgelehrten werden ihr nicht ins Himmelreich kommen.

Auffallend, dass seine Jünger Jesus die Metapher Brot nicht verstanden haben.

10. Messias erkennen

Joh. 4, 1- 19

Inhalt:

  • Jesu Jünger tauften mehr als Johannes der Täufer. Weil dies auch die Pharisäer beobachteten verließ Jesus Judäa
  • Jesu ging durch Samarien und kam am Jakobsbrunnen, außerhalb der Stadt vorbei
  • Eine Samariterin kam in der Mittagszeit zum Brunnen und Jesus bittet sie: “Gibt mir zu trinken!”
  • Die samaritanische Frau ist doppelt überrascht: als Samariterin und als Frau von Jesus dem Juden angesprochen zu werden
  • Jesus: “Wenn du wüsstest, was Gott dir geben will… und wer der ist der dich um Wasser bittet… das du zum Leben wirklich brauchst. Und ich würde es dir geben.
  • Die Samariterin versteht nur konkretes Wasser, versteht (noch) nicht das Bild
  • Jesus versucht das Bild verständlich zu machen
  • Wunsch der Samariterin nach diesem (unbekannten) Wasser
  • Jesus “Geh und rufe deinen Mann…” –> Jesus fängt ein neues Thema an –> Bezug zum Alltag der Samariterin –> ist in diesem Fall eine Konfrontation
  • Samariterin lässt sich auf das Thema ein und kommt dadurch zu der Erkenntnis “Ich sehe Herr, du bist ein Prophet!”

Joh-lebendiges-Wasser

Gedanken zu Jesus Gesprächsführung

(1) Bitte als Gesprächsanlass –> Wertschätzung

(3) Jesus setzt neues Thema, das Ziel des Gesprächs

(3)/(4) Jesus lässt seine Aussage ohne Druck wirken (funktioniert, weil seine Jünger nicht anwesend waren)

(5) Jesus baut Brück vom Standpunkt der Samariterin zu seinem Thema

(6) Jesus lässt die unvollständige erst einmal stehen

(7) Jesus konfrontiert die Samariterin mit ihrer (problematischen) Alltagssitutation

(8)/(9) Weil die Samariterin sich auf die Thematisierung ihres Problems einlässt erkennt sie Jesus als Messias = Ziel des Gesprächs

Anmerkung zu (8):  Die Frage wurde es möglich durch (1) (3) und (5)

 

 

 

 

 

9. Freund des Bräutigams

Joh. 3, 22 – 36

Gedanken:

  • Bild Braut und Bräutigam und Freund des Bräutigams (Rolle von Johannes d. Täufer)
  • Gruppenegoismus der Jünger (Parallelen zu kirchlichen Gruppierungen)
  • Fehlende Vorstellung und Akzeptanz vom Himmlischen (Übertragung Gesetzlichkeit, Gerichtsbotschaft)
  • Einfachste Definition von Evangelium, wer an den Sohn Gottes glaubt
  • Unerklärlich warum Johannes d. Täufer (Freund des Bräutigams) später enthauptet wurde und Jesus ihn nicht befreite
  • Johannes der Täufer nimmt sich deutlich zurück als Wegbegleiter

8. Der Kern des christlichen Glaubens

Joh. 3, 1- 21

Inhalt:

  • Offene Einleitung des Gesprächs durch Nikodemus
  • Jesus setzt das Thema des Gesprächs – Wiedergeburt aus Wasser und Geist
  • Metapher zu Gottes Geist – Wind, spürbar, unwissend woher er kommt und wohin er geht
  • Jesus zeigt sich überrascht über die Begrenztheit des Israelitischen Lehrers
  • Jesus erklärt ihm Erlösung anhand seiner Kenntnisse über die eherne Schlange zur Zeit Moses
  • Joh. 3,16 – der Text, von dem gesagt wird, er fasse das Evangelium in einem Vers zusammen
  • Es geht nicht um Gericht sondern um Erlösung
  • Wer an Jesus als Sohn Gottes glaubt wir nicht gerichtet, wer das nicht glaubt ist schon gerichtet
  • Licht und Finsternis – viele Menschen scheuen das Licht, es macht verborgenes Böses sichtbar
  • Wer die Wahrheit tut, der kommt zum Licht und wird damit transparent in seinem Handeln und seinen Absichten

Gedanken und Fragen zu dem Abschnitt:

  • Nikodemus suchte heimlich das Gespräch und startete damit einen Prozess an dessen Ende er sich zu Jesus bekannte
  • Woher kommen die Begrenzungen frommer Lehrer, die verhindern sich auf das Evangelium ganz einzulassen und deshalb weitere menschliche Konstruktionen schaffen um Erlösung möglich zu machen?
  • Jesus vermittelt Nikodemus das Evangelium engagiert aber als Angebot – ohne Druck. Er beschreibt Evangelium und Gericht objektiv nutzt nicht wie manche Lehrer heute, das Thema Gericht um (Entscheidungs-) Druck aufzubauen
  • Menschen, in deren Innerstem es Probleme gibt, die sie selbst nicht aktzeptieren oder die sie verbergen wollen haben Angst vor dem Licht des Evangeliums. Statt dessen zieht es sie mit aller Gewalt zum Thema Gericht und bleiben damit in der Finsternis